Über das Atelier & mich

Das Atelier

Über das Atelier – Ein Raum fürs Ich

Reinkommen, der inneren Stimme wieder Gehör verschaffen und sich selbst auf die Spur kommen – in meinem Atelier, das an einem kleinen Waldstück liegt, möchte ich Ihnen die Möglichkeit dazu geben. Tageslichthell, geräumig und mit Pappelholzwänden verkleidet, bietet Ihnen mein Atelier einen Ort, in dem äußere Einflüsse für eine Weile keine Rolle mehr spielen.

Hier finden Sie einen Raum fürs Ich – und das bedeutet: Sie haben die Möglichkeit, so klein- oder großformatig zu arbeiten, wie Sie es möchten. Farben zu wählen, die Sie ansprechen und die Bewegung auf dem Papier sichtbar zu machen, die Ihrem eigenen momentanen Bedürfnis entspricht. Dabei stehen Ihnen hauptsächlich Gouachefarben, Ecoline und verschiedene Zeichenmaterialien zur Verfügung.

 

 

Sabrina Felder PortraitÜber mich:

Vita

> Sabrina Felder
> Geboren 1982 in Eschweiler, Kreis Aachen
> 2007 Abschluss Kunsttherapie B.A. an der HS Zuyd zu Sittard/Heerlen
> 11 Jahre Berufserfahrung u.a. in der KJP, Sucht, Psychosomatik
> 2015 Zertifizierte kunsttherapeutische Fachbegleiterin für Psychotraumatologie bei S. Lücke am Bielefelder Institut für Kunsttherapie 
> 2016 Zertifizierte Malleiterin für Ausdrucksmalen bei Ulrike Grosse am Bielefelder Institut für Kunsttherapie
> Verheiratet seit 2016
> Mutter einer Tochter

Persönliches

Mein Interesse am künstlerischen Gestalten und an der Natur des Menschen brachten mich nach dem Abitur auf die Idee, Kunsttherapie zu studieren. Das, was mir selbst seit Kindertagen bei der Verarbeitung hilft und meine Resilienz stärkt, wollte ich auch anderen näherbringen und dabei helfen, sich selbst wieder auf die Spur zu kommen.

Eine Spur, die man aus vielerlei Gründen nur allzu leicht verlieren kann, was ich auch aus eigener Erfahrung weiß. In meinem Fall war die Diagnose der chronischen Erkrankung rheumatoide Arthritis, und vor allem die Art und Weise, wie mir diese Diagnose mitgeteilt wurde, ausschlaggebend. Zudem hatte ich plötzlich das Gefühl, meinem eigenen Körper nicht mehr vertrauen zu können. Er hatte sich gegen mich gestellt. Es folgte eine lange Zeit zermürbender Schmerzen. Und eine lange Zeit des Widerstandes gegen diese Krankheit.

Als ich schließlich ins Krankenhaus musste und dank unzähliger Medikamente von meinen Schmerzen und den Gelenkschwellungen befreit war, war mein erster Impuls, ein Atelier zu mieten und mir diese Erfahrung aus der Seele zu malen. Noch im Krankenhaus fertigte ich die Skizzen dazu an. Doch wie das so ist: Mein Kopf fand allerlei „Argumente“, warum das jetzt nicht möglich ist. Also folgte ich diesem Impuls nicht.

In der Zwischenzeit nahm ich meine Medikamente, konnte funktionieren, ging gerne meiner Arbeit als Kunsttherapeutin in der Klinik nach und bildete mich fort. 2015 begann ich meine Fortbildung zur Leiterin für das Ausdrucksmalen am bik in Bielefeld. Die letzten Wochenenden waren dem themenzentrierten Malen gewidmet und plötzlich war es wieder da. Das Rheuma. Mein Thema. Doch ich wollte das nicht. Ich war immer noch im Widerstand.

Zum Glück hatte ich keine Chance zu entkommen. Ich musste mich stellen. Das war anstrengend und am liebsten hätte ich meiner Kursleiterin die Sympathie gekündigt. Doch letzten Endes habe ich es geschafft, diesem Teil von mir eine Gestalt und einen Platz zu geben. Das war für mich ein großer und der erste richtige Schritt zur Aussöhnung mit meiner Erkrankung. Nun, weitere drei Jahre später, wage ich den Aufbau meines eigenen kunsttherapeutischen Ateliers, um Menschen mit ähnlichen Erfahrungen bei der Verarbeitung zu helfen.