Kunsttherapie

Was ist Kunsttherapie?

Neben der Musik-, Drama- und Tanz-/Bewegungstherapie gehört auch die Kunsttherapie zu den sogenannten Fachtherapien, die oftmals auch als kreative Therapien bezeichnet werden. Da in der Kunsttherapie mit künstlerischen Materialien als therapeutischem Mittel gearbeitet wird, geht es hier weniger um verbale als vielmehr um gestalterische Prozesse – und natürlich um das, was zwischen Ihnen, dem Bild und mir als Ihrer Therapeutin geschieht. Dafür sind keinerlei Vorkenntnisse oder künstlerische Begabung notwendig. Eine Affinität zum künstlerischen Medium reicht vollkommen aus.


Ein Weg, um sich auf die Spur zu kommen.

Vielleicht kennen Sie die Kunsttherapie bereits aus einem klinischen Kontext? Vielleicht haben Sie schon einmal etwas darüber gehört oder gelesen? Vielleicht haben Sie eine ganz eigene Vorstellung? Die Möglichkeit, sich nicht durch Worte ausdrücken zu müssen, sondern mit Pinsel und Farbe einfach loszulegen, gibt Ihnen ein gutes Gefühl oder macht sie zumindest neugierig? Dann probieren Sie es doch einfach mal aus.

Es gibt Erlebnisse, Gedanken, Sorgen und Ängste, die mit Worten allein nicht oder nur unzureichend auszudrücken sind. Wir verharren im Denken und drehen uns dabei im Kreis. Aktiv zu handeln, kann uns helfen, solche Gedankenkreise zu durchbrechen. Farben, Formen, aber natürlich auch ganz konkrete Bilder erzählen dann, was uns bewegt und ermöglichen uns einen emotionalen Kontakt zu uns selbst.
Durch den Malprozess erreichen wir eine Distanz, die es uns ermöglicht, aus einer anderen Perspektive auf die Dinge zu schauen. Wir können sie uns genau ansehen, sie besser verstehen, akzeptieren lernen oder verändern.

Neben der emotionalen gibt es natürlich immer auch eine Handlungsebene. Gemäß dem analogen Prozessmodel nach Henk Smeijsters ist unser Umgang mit künstlerischen Materialien von der Art und Weise geprägt, wie wir in unserem Alltag handeln. Jemand, der beispielsweise zwanghaft perfektionistisch ist und in seinem alltäglichen Leben alles zu 110 Prozent erledigen muss, wird dies wahrscheinlich auch beim Zeichnen oder Malen tun.

Eine Veränderung dieses Perfektionismus birgt im Alltag vielleicht unvorhersehbare „Gefahren“. In meinem Atelier gibt es diese Gefahren nicht. Sie können sich in Ihrem Tempo an eine Veränderung heranwagen, neue Wege gehen, Erfolge und Irrtümer in einem sicheren Rahmen begehen und sehen, was passiert, wie es sich anfühlt und sich anhand dessen neue Handlungsstrategien erarbeiten.

Ziel ist es also, Platz für neue Gedanken und Handlungsweisen zu schaffen.
Um hemmende Erlebnisse zu verarbeiten, um uns selbst wieder auf die Spur zu kommen, um Kraft zu schöpfen und um Stress jedweder Art zu verringern. Jede der oben genannten erfahrungsgerichteten und prozessorientierten Fachtherapien kann hierbei von Nutzen sein. Sie vermag die Lücke zu schließen, die bei einer Gesprächstherapie oftmals bleibt.

Ob das Ausdrucksmalen oder die Kunsttherapie im Allgemeinen für Sie das Richtige ist, finde ich gerne mit Ihnen gemeinsam heraus. Eine erste Beratung darüber am Telefon ist für Sie selbstverständlich kostenlos.